Tulln

Ein Besuch in der Stadt Tulln an der Donau
Nibelungenbrunnen an der Donaulände  Nach dem Nibelungenlied empfing in Tulln der Hunnenkönig Etzel Siegfrieds Witwe Kriemhilde, ein Ereignis, dem im Jahr 2005 ein Denkmal in Form eines Brunnens am Donauufer gewidmet wurde. Die Bronzeskulpturen sind ein Werk des Bildhauers Michail Nogin. Minoritenkirche  Die Minoritenkirche stammt in ihrer heutigen Gestalt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der ursprünglich niedrigere Turm wurde 1889 erhöht und mit einem neuen Turmhelm nach dem Vorbild der Pfarrkirche von Pöchlarn versehen. Der Hl. Nepomuk im Stadtgraben  Die Statue des Johannes Nepomuk steht im Stadtgraben beim Schubertpark Hauptplatz
Hauptplatz  Der Hauptplatz hieß bis ins 19. Jahrhundert „Breiter Markt“ und ist von seiner Entstehung im 12. Jahrhundert bis heute das Zentrum der Stadt. Hauptplatz mit Dreifaltigkeitssäule  Fast in der Mitte des Hauptplatzes steht die Dreifaltigkeitssäule. Angesichts der Pestepidemie 1679 bis 1682 gelobte der Stadtrat die Errichtung dieser Säule und löste dieses Gelübde 1693 ein. Die Säule trägt ein Bild der Heiligen Dreifaltigkeit, den quadratischen Unterbau zieren vier Engel mit gedrehten Kerzenleuchtern, und vier Reliefs. Relief an der Dreifaltigkeitssäule  Das Relief an der Südseite zeigt die Jungfrau Maria mit dem Kind, wobei die Inschrift an das Gelübde des Stadtrates erinnert. Hauptplatz  Um den Hauptplatz gruppieren sich die bedeutendsten alten Bürgerhäuser, deren Kerne bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Typisch für diese Häuser sind auch die großen Höfe, die bei manchen noch erhalten sind.
Bürgerhäuser am Hauptplatz  Das gotische Haus (rechts) stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sehr schön erhalten sind der Torbogen und der Erker mit einer kleinen eingelassenen Nische für das Hauswappen des Stadtrichters Georg Täbrer, und die gotischen Sitznischen in der Einfahrtshalle. Dieses Haus zählt zu den wenigen erhaltenen spätgotischen Bauten in Tulln, die den Stadtbrand von 1491 überdauert haben. Renaissance Haus am Hauptplatz  Der auffällige Renaissancebau Ecke Hauptplatz/Jasomirgottgasse stammt aus dem Jahre 1570. Renaissance Haus am Hauptplatz  Der vorspringende runde Eckturm, die Blindfenster und die „Venezianischen Zinnen“ geben diesem Haus einen burgähnlichen Charakter. Es wurde vom Tullner Stadtrichter Florian Träppel errichtet. Hauptplatz
Bürgerhäuser am Hauptplatz Rathausplatz  Das Barockhaus an der Ecke Rathausplatz/Rudolfstraße trägt eine Fassade aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die durch Wandpilaster und ausgebauchte Fenstersohlbänke gegliedert ist. Merkurdenkmal  An seiner Front zur Rudolfstraße trägt das Gebäude ein Hausbild, eine Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit, das einzig erhaltene der früher so zahlreichen Hausbilder der Stadt. Pfarrkirche St. Stephan  Die Türme der Tullner Stadtpfarrkirche. Nach einem Großbrand von 1752 wurden die Turmkörper erhöht und die barocken Helme aufgesetzt.
Statue des Hl. Nepomuks vor der Pfarrkirche romanisches Eingangsportal in die Pfarrkirche  Das Westportal der Kirche. Im romanischen Bogen sind zwei Figurenpfeiler. Die zwölf Büsten in den halbrunden Nischen stellen zwölf Passauer Bischöfe dar. Die Zahl 12 hat später zu der Annahme geführt, hier seien die zwölf Apostel dargestellt, und die Tullner nannten dieses Tor Aposteltor. Innenansicht St. Stephan  Das heutige Langhaus ist fünfjochig, es stammt aus der Zeit um 1280/90 und ist im frühgotischen Stil der Bettelordenskirchen errichtet: achteckige Pfeiler ohne Kapitelle, weitgespannte gotische Spitzbögen. Die Gewölbe sind um 1500 entstanden, im Hauptschiff ein Gewölbe mit flachem Grat, verziert mit einem einfachen Sternrippenmuster, in den Seitenschiffen ein gotisches Kreuzrippengewölbe. Kanzel in der Pfarrkirche  Die spätbarocke Kanzel (1752); Allegorische Sitzfiguren am Kanzelkorb symbolisieren die Kirche als Mutter, als Regentin der Welt und als Lehrerin, das Relief an der Kanzelbrüstung stellt Christus dar, der die Schlüsselgewalt an Petrus übergibt, und auf dem Schalldeckel sitzt eine verhüllte Frauengestalt als Sinnbild des Glaubens. Die Kanzel realisiert daher ein Programm: Die Kirche führt die Menschen über die Worte des Predigers zum Glauben.
Die Glorie des Hl. Nepomuks  Der Altar der linken barocken Seitenkapelle enthält ein Ölgemälde, die „Glorie des Hl. Johannes Nepomuk“ vom Tullner Minoritenpater Inno, 1734. Karner Karner  Der spätromanische Tullner Karner hinter der Kirche St. Stephan stammt aus der Babenbergerzeit. Karner  Das romanische Karner hinter der Stephanskirche ist etwa 1240/50, wahrscheinlich im Auftrag des letzten Babenbergerherzogs Friedrich II. entstanden. Zu diesem Zeitpunkt lag allerdings die Residenz der Babenberger bereits in Wien.
Trichterportal zum Karner  Im Obergeschoß ist eine Friedhofskapelle, in die man über die neue Freitreppe hinaufgeht und die man durch das prachtvolle romanische Trichterportal betritt. Die Apsis ist zwar nach Osten gerichtet, das Portal jedoch nach Nordwesten verschwenkt, offenbar in Richtung des damals noch verwendeten Südtores des Römerlagers. Detail vom romanischen Portal zum Karner Figur am Karner  Die einzige Figur, die sogenannte Stifterfigur in einer Nische in den Blendarkaden an der Westseite. Karner, Tympanon
Kopie der Statue des Marcus Aurel  Diese Statue ist eine Kopie der berühmten Reiterstatue des römischen Kaisers Marc Aurel (161-180 n. Chr.), die auf dem Kapitol in Rom steht. Sie wurde von Michail Nogin geschaffen und 2001 an der Donaulände aufgestellt. Die Statue soll an die jahrhundertlange Anwesenheit der Römer an der Donaugrenze erinnern. Römerturm (Salzturm)  Der Römerturm (auch „Salzturm“ genannt) ist ein hufeisenförmig vorspringender Flankenturm des Kastells zur Sicherung der westlichen Lagermauer. Er stammt aus der zweiten Ausbauphase um 350 ff. Römerturm  Dieser römische Turm blieb als einziger bestehen, weil er im Mittelalter zur Sicherung des Landeplatzes an der Donau diente. Später wurde er als Zeughaus der Stadt, dann als Salzlager - daher die volkstümliche Bezeichnung - verwendet.